Selbstverständnis

Fast 200.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6 und 25 Jahren leben zurzeit in Köln. Das entspricht ca. 20 Prozent der Einwohner Kölns. Für diese Altersgruppe fühlt sich der Kölner Jugendring seit über 50 Jahren verantwortlich.

Im Kölner Jugendring haben sich zahlreiche Jugendverbände der Kirchen, des Sports, der Gewerkschaften, der Hilfsorganisationen und der Politik zusammengeschlossen, um gemeinsam vielfältige Freizeit- und Bildungsangebote für Kölner Kinder und Jugendliche zu schaffen und vor allem Lobbyarbeit für diese Altersgruppe zu leisten.

Legitimiert durch Kinder und Jugendliche versteht sich der Kölner Jugendring als Interessensvertretung für Kölner Kinder und Jugendliche. Er mischt sich in politische Entscheidungsprozesse und die Jugendhilfeplanung ein. Er meldet sich zu Wort, wenn es darum geht, sich in der Öffentlichkeit für die Belange junger Menschen einzusetzen.

Ein wichtiges Ziel für den Kölner Jugendring ist, dass Köln eine kinder- und jugendfreundliche Stadt wird!

 

Der Kölner Jugendring...

  • ist die Arbeits- und Interessengemeinschaft von zur Zeit 21 Kölner Jugendverbänden versteht sich damit als Sprachrohr aller in Köln lebenden Kinder und Jugendlichen
  • verrichtet seine Arbeit (mit Ausnahme der Geschäftsführung) vollständig ehrenamtlich
  • koordiniert die Vertretung der Kölner Jugendverbände im Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln
  • plant, koordiniert und führt Großveranstaltungen der Mitgliedsverbände für Kinder und Jugendliche durch
  • organisiert internationale Jugendbegegnungen in Köln und im Ausland
  • beteiligt sich an Aktionen und Initiativen zur Kinder- und Jugendarbeit
  • pflegt Kontakte zur Jugendverwaltung, den Wohlfahrtsverbänden, zu nicht organisierten Kinder- und Jugendverbänden, zum Landesjugendring NRW sowie zum Deutschen Bundesjugendring

 

Historie

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es ein wichtiges politisches Ziel, der Jugend als Zukunftsträger für ein neues und demokratisches Deutschland Werte zu vermitteln - insbesondere eine demokratische Grundhaltung. Wichtige Bestandteile waren dabei die Auseinandersetzung mit der deutschen Nazi-Vergangenheit, Antifaschismus sowie die Stärkung internationaler Offenheit. Das Bekenntnis zum Grundgesetz der BRD war ein weiterer Bestandteil. Für diese Arbeit und für die Organisation dieser Arbeit wurden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

Einigen Jugendverbänden, wie der Evangelischen Jugend, der Katholischen Jugend, den Falken, der Gewerkschaftsjugend ist es gelungen sich sehr schnell nach Ende des Naziregimes wieder zu organisieren. Sie waren auch lange Zeit nach dem Krieg die einzigen Anbieter von Fahrten, Gruppenstunden und weiteren Angeboten für Kinder und Jugendliche. Die Jugendverbände waren damals wie heute geprägt von ihrem demokratischen Grundverständnis. Zusammengeschlossen im Jugendring waren die Jugendverbände auf allen Ebenen wichtige Ansprechpartner für die Politik, um die wichtigen Ziele der Wertevermittlung zu erreichen. 1954 schlossen sich die Jugendverbände in der Stadt Köln zum Kölner Jugendring zusammen.

Kindermitbestimmung, Selbstorganisation, Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit und Wertorientierung sind geprägt durch die Vergangenheit bis heute wichtige Leitlinien der Jugendverbandsarbeit und des Kölner Jugendrings.

Im Laufe der Zeitschlossen sich neben den Jugendverbänden auch Jugendinitiativen, Offene Türen und kulturpädagogische Einrichtungen dem Kölner Jugendring und seinen Leitlinien an.

 

Arbeitsweise

Die Vertreter der Mitgliedsverbände treffen sich vier Mal im Jahr zur Jugendring Vollversammlung, bei der man  sich über die Arbeit austauscht, gemeinsame Aktionen plant, wichtige Informationen zu aktuellen Ereignissen und (jugend-) politischen Entwicklungen mitgeteilt und diskutiert werden und öffentliche Reaktionen und Stellungnahmen des Jugendringes beraten und beschlossen werden.

Koelner_Jugendring_Satzung.pdf