Kölner Jugendring beschließt Aktionsplan für den Frieden

„Zeit, dass sich was dreht!“ Unter dieser Überschrift steht das Projekt, dass der Kölner Jugendring (KJR) auf seiner Vollversammlung am gestrigen Donnerstag in der Ursulinen-Schule beschlossen hat. Die Unterüberschrift „Kölner Jugend bringt Frieden auf den Punkt.“ deutet das Konzept für 2012 an: „Wir wollen die Gruppen unserer Mitgliedsorganisationen vor Ort mit den Kindern und Jugendlichen darüber diskutieren lassen was für sie Frieden heißt und welche Forderungen sie damit verbinden“, beschreibt Sarah van Dawen, 1. Vorsitzende des KJR, die Grundidee. „Das Thema ist jeden Tag für alle relevant: Ob es nun militärischer Frieden, sozialer Frieden oder Frieden im eigenen Haushalt ist“, so van Dawen weiter.

Vor den Sommerferien 2012 findet ein zentraler Aktionstag des Kölner Jugendrings statt, an dem der KJR mit seinen Mitgliedsorganisationen auf die Straße gehen und die Ergebnisse der Gruppenarbeiten präsentieren wird. „Wir wollen der Stadtgesellschaft vor Augen führen was zu tun ist und bringen das Thema vielfältig auf den Punkt“, so Andreas Pöttgen, Geschäftsführer des KJR.  

Anlässlich des zeitgleichen Gedenkens an die Ermordung der Edelweißpiraten vor 67 Jahren am Bahnhof Ehrenfeld hat die Vollversammlung des Kölner Jugendrings inne gehalten. 1972 hat der Jugendring die erste Gedenktafel finanziert. „Wir sind uns der Tradition des Jugendrings als antifaschistische Organisation bewusst und leben diese“, so van Dawen. „In diesen Tagen trauern wird im Besonderen um den vor kurzem verstorbenen Jean Jülich, der uns durch seinen unermüdlichen Einsatz und sein Einstehen für die Gerechtigkeit ein Vorbild war. Es ist eine Schande, dass sich die Stadtpolitik in Sachen Ehrenbürgerschaft nicht durchringen konnte“, so Pöttgen. Wir werden nicht vergessen!