Historie
Nach dem Zweiten Weltkrieg war es ein wichtiges politisches Ziel, der Jugend als Zukunftsträger für ein neues und demokratisches Deutschland Werte zu vermitteln - insbesondere eine demokratische Grundhaltung. Wichtige Bestandteile waren dabei die Auseinandersetzung mit der deutschen Nazi-Vergangenheit, Antifaschismus sowie die Stärkung internationaler Offenheit. Das Bekenntnis zum Grundgesetz der BRD war ein weiterer Bestandteil. Für diese Arbeit und für die Organisation dieser Arbeit wurden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.
Einigen Jugendverbänden, wie der Evangelischen Jugend, der Katholischen Jugend, den Falken, der Gewerkschaftsjugend ist es gelungen sich sehr schnell nach Ende des Naziregimes wieder zu organisieren. Sie waren auch lange Zeit nach dem Krieg die einzigen Anbieter von Fahrten, Gruppenstunden und weiteren Angeboten für Kinder und Jugendliche. Die Jugendverbände waren damals wie heute geprägt von ihrem demokratischen Grundverständnis. Zusammengeschlossen im Jugendring waren die Jugendverbände auf allen Ebenen wichtige Ansprechpartner für die Politik, um die wichtigen Ziele der Wertevermittlung zu erreichen. 1954 schlossen sich die Jugendverbände in der Stadt Köln zum Kölner Jugendring zusammen.
Kindermitbestimmung, Selbstorganisation, Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit und Wertorientierung sind geprägt durch die Vergangenheit bis heute wichtige Leitlinien der Jugendverbandsarbeit und des Kölner Jugendrings.
Im Laufe der Zeit schlossen sich neben den Jugendverbänden auch Jugendinitiativen, Offene Türen und kulturpädagogische Einrichtungen dem Kölner Jugendring und seinen Leitlinien an.
Legitimiert durch Kinder und Jugendliche sollen Vertreter des Kölner Jugendrings die Interessen von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Gremien vertreten. Deswegen sieht sich der Kölner Jugendring als Sprachrohr für 200.000 Kinder und Jugendliche in der Stadt Köln, die durch die Arbeit der mittlerweile 21 Jugendverbände und Initiativen erreicht werden.
